Freitag, 3. September 2010

Treffen im September

Am 24.09.2010 um 19:00 Uhr im Raum 6 über dem Kino im Kulturzentrum Bahnhof-Langendreer werden wir uns das nächste Mal treffen.

Anregungen für interessante Themen werden noch gesammelt.

Eingeladen sind alle kritisch denkenden Menschen: Konfessionsfreie, Agnostiker, Atheisten, Humanisten, Freidenker, Skeptiker usw. aber auch interessierte Nochgläubige, die es sich trauen, jahrtausende alte Dogmen kritisch zu hinterfragen.

Wir wollen aufklären und informieren aber nicht missionieren, denn denken sollte jeder selbst.

Anreisemöglichkeiten und -wege gibts hier: Anreise

Rückfragen bitte an:  bdvs-js@arcor.de


Neonazi Aufmarsch am 4. September 2010

http://www.region-dortmund-hellweg.dgb.de/termine/termindb/termin_single?termid=168

“Braun” ist nicht sehr kleidsam!

Hier tut Handeln Not!


Kirche im WDR

Predigtreihe im öffentlichen Rundfunk gegen die Nichtgläubigen

Der Rundfunkstaatsvertrag sichert den beiden großen christlichen Kirchen Sendezeiten für Kurzandachten im öffentlichen Rundfunk zu. So gibt es auch in den WDR-Radiosendern morgens zu festen, aber unterschiedlichen Zeiten je Sender täglich von montags bis samstags die Sendung “Kirche im WDR”, in der katholische und evangelische Sprecher ihre Predigten unter das Volk bringen können. Im Jugendsender 1LIVE wird die speziell auf Jugendliche zugeschnittene Predigt allerdings zu wechselnden Sendezeiten ausgestrahlt. Hier setzt man wohl auf den Überraschungseffekt und hofft, dass die jungen Hörer nicht mitbekommen, dass dort plötzlich eine Kirchensendung läuft.

Vom 2. – 7. August lief in den WDR-Radiosendern (außer 1LIVE) eine Reihe von Morgenandachten des Aachener Domvikars Elmar Nass. Unter dem Motto “Mal angenommen, es gibt Gott” erklärte er der Hörerschaft die Defizite des religionsfreien Menschen, der sich nicht an einen Gott bindet. mehr… »


Nur Christen unter den Toten der Loveparade?

Christen, Muslime, Buddhisten, Juden, Relgionsfreie… alle trauern um die Toten der Loveparade, fühlen mit den Angehörigen und den vielen Verletzten, und möchten ihre Trauer zum Ausdruck bringen. Auch unter den Toten verschiedenster Nationen waren möglicherweise nicht nur Christen, wen interessiert in so einer Situation schon die Religion der Opfer?

Die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft lädt jedoch als zentrale Trauerfeier zu einem rein christlichen Gottesdienst in Duisburg ein. In einer Kirche, mit hohen evangelischen und katholischen Würdenträgern, die die Feier leiten.

Man sollte meinen, gerade in einer Stadt wie Diusburg mit ihrem hohen Anteil muslimischer Bürger könnten diese starren Verhältnisse endlich aufgebrochen und an eine alle einschließende und niemanden ausschließende Trauerfeier gedacht werden. Eine Trauerfeier, deren Grundtenor weltanschaulich neutral ist, an der aber gerne auch Vertreter der verschiedenen Religionen als Gast teilnehmen und auch ein Gebet und tröstende Worte sprechen können.

Zu einer solchen Gedenkfeier würden auch wir Religionsfreie uns eingeladen fühlen.

Übrigens: Auch die psychische Betreuung der Betroffenen vor Ort in Duisburg wurde von der christlichen Notfallseelsorge im Auftrag des Landes durchgeführt. Und auch hier wollen wir den Betroffenen natürlich nicht den Beistand eines Pfarrers versagen, wenn er ihn braucht. Wenn er ihn braucht. Was für die Praxis bedeuten würde, dass sich weltanschaulich orientierte Betreuer für den Notfall im Hintergrund bereit hielten, die Erstversorgung aber durch professionelle Psychologen erfolgen sollte.


Kirchenkritik in der Diskussion

Bei unserem Treffen im Juli haben wir uns gemeinsam den Dokumentarfilm „Die hasserfüllten Augen des Herrn Deschner“ angeschaut. (Der Film ist auf Youtoube in 7 Teilen zu sehen.)

Für den schon etwas älteren Film von Ricarda Hinz über die Kirchenkritik von Karlheinz Deschner wurden einige kirchenkritische, religionsfreie Menschen, aber auch Theologen, Priester und Kirchenfunktionäre interviewt.

Ins Auge stach hierbei die Unfähigkeit der Kirchenvertreter, Kritik anzunehmen. Selbstgefällig und mit zum Teil hanebüchenen Argumenten wurde die christliche Kriminalgeschichte auf die Zeit verwiesen:

Es war ja nicht nur die Kirche damals, die eine Blutspur gelegt hatte, sondern man legte damals.“ … „In einer Zeit, in der man insgesamt weniger Achtsam mit dem Leben umging, war das auch in der Kirchengeschichte wo gewesen, natürlich.“

Man stellt also fest, dass die Kirche in ihrer jeweiligen Zeit nicht besser war, als die Gesellschaft, die sie umgab. Und fordert gleichzeitig selbstgefällig die Führerschaft der Kirche:

„Wer soll Werte vorgeben, wenn nicht die Religionsgemeinschaften.“ … „Wir säßen ja noch auf den Bäumen, wenn die Kloster nicht die Schulen gegründet hätten.“

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