Sonntag, 5. Februar 2012

Archives from month » Juni, 2010

Interessanter Vortrag in der Umgebung

Am kommenden Montag, 28.06.2010, 16.15 – 17.45 Uhr, findet an der TU Dortmund im Rahmen eines Kolloquiums über Biologie und Gesellschaft ein interessanter Vortrag von Rüdiger Vaas statt.  Vaas ist Wissenschaftsjournalist und Mitglied des Beirates der Giordano-Bruno-Stiftung.

Er referiert über “Gott, Gene und Gehirn. Warum Menschen (besser nicht) glauben.”

Ort: Campus Nord, TU Dortmund, Hörsaal 3, Hörsaalgebäude II

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Diskussionsbeitrag für heute…

Ziele, Material und Methoden, Außenwirkung bzw. Selbstdarstellung unserer Gruppe

Wir sind ein lockerer Zusammenschluss von undogmatischen Menschen – über- und unparteilich, keine Glaubensgemeinschaft und auch kein Verband.
Einzugsgebiet ist das ganze Ruhrgebiet.
Wir stehen für Vielfalt, nicht für Einfalt.

Ziele:

  • Trennung von Staat und Kirche, wobei Angriffspunkt bzw. Hebel der Staat ist
  • bei Politik Druck machen sowie Bürger informieren, d.h. Zielgruppe sind einfache Bürger und Politiker
  • Atheismus, Humanismus, Naturalismus etc. als alternative Weltbilder positiv vermitteln
  • Sprachrohr sein für Religionsfreie im Ruhrgebiet

Methoden:
zur Trennung von Staat und Kirche

  • Politik geht den Weg des geringsten Widerstandes, und der ist leider immer noch Konfessionsfreie-Bashing und Kirchen-Gehorsam, deshalb: 
Gegendruck zu Kirchen erzeugen, schließlich steht die Mehrheit der Bevölkerung hinter uns (Kirchenkritik; aktuelle Themen nutzen)
  • Betonung der Kirche als Verein ➔ Anwendung von Vereinsrecht einfordern
  • Sensibilisieren der Öffentlichkeit, dass Religionen und Ideologien überproportional in den Medien (TV, Radio!) vertreten sind
  • Werbung für das Grundgesetz, insbesondere in Hinblick auf Meinungsfreiheit und Trennung von Staat und Kirche

zur Stärkung der Konfessionsfreien:

  • Sensibilisieren der Öffentlichkeit, das Konfessionsfreie (von Religiösen) marginalisiert und diffamiert werden (u.a. Verweis auf Grundgesetz)
  • persönliche Kontakte nutzen, Gleichgesinnte finden und motivieren, Schlagkraft erhöhen
  • Atheismus, Humanismus, Naturalismus u.a. der Allgemeinheit verständlich machen

Material:

  • Flyer mit unserem Schriftszug-Logo als Kopf
  • Aussagekräftige Bilder und Humor
  • Einprägsame Sprüche mit hohem Wahrheitsgehalt finden, z.B.:
„Ich zahle gern das Gehalt von Bischof Mixa (mit meiner Lohnsteuer/MwSt)!“
  • dazu Verweise auf sinnvolle Verwendung der Kirchensteuer (z.B. Spenden an humanitäre und ökologische Organisationen, oder lokal für Kindergärten, Schulen etc.)
  • Glossar auf unserer Homepage mit Erklärung bzw. Definition der wichtigsten Begriffe (Glaube, Humanismus, Naturalismus etc.)

Daniel Dennett im Gespräch

“Es könnte einen bösen Gott geben”

Religion hat sich in den letzten 100 Jahren mehr geändert, als in den 1000 Jahren zuvor. Der Philosoph Daniel Dennett spricht im Interview über gläubige Menschen, ungläubige Priester und wie man auf Mohammed-Karikaturen reagieren sollte.

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Gemeinsamer Kinonachmittag

Sonntag Nachmittag, acht von uns sind gespannt, was der Film “David Wants to Fly” bietet.

Kurzweilig inszeniert sehen wir eine Mischung aus Doku und Spielfilm. Es geht um einen jungen Filmemacher, der irgendwie auf der Suche ist nach Sinn und nach einem Platz im Leben. Es geht auch um die Transzendentale Meditation der schon die Beatles einiges abgewinnen konnten. Deren Erfinder Maharishi Mahesh Yogi behauptete, bei Erreichen des richtigen Bewusstseinszustands könne sogar die Schwerkraft aufgehoben werden. Der Meditierende übe sich dann im yogischen Fliegen. Durch den inneren Frieden, den 10.000 Yogische Flieger dann quasi ausstrahlten, würde der Weltfrieden gesichert werden. Die Idee an sich scheint zunächst, außer dem Verdummungsfaktor, weitgehend ungefährlich, wäre da nicht die kapitalistische Maschinerie, an der sich die Sippe des selbsternannten Yogis nicht nur eine goldene Nase verdient hat. Erstaunlich wie viele, auch berühmte Personen wie Donovan und Sir Paul Mc Cartney, sich hier heute noch engagieren.

Doch wo berührt die Thematik unsere Themen und welche Wurzeln hat Religiosität bzw. was oder Ausdruck wessen ist Religiosität? Warum sind Menschen anfällig dafür, sich unreflektiert auf hanebüchene Ideen einzulassen? In der anschließenden Gesprächsrunde im Kinocafe fand ein reger Austausch statt mit folgendem Tenor:

Die entspannende, stressabbauende und beruhigende Wirkung von meditativen Übungen kann so mancher nachvollziehen. Autogenes Training, progressive Muskelentspannung usw. sind anerkannte Verfahren, einen dem Wohlbefinden förderlichen Entspannungszustand zu erreichen. Dafür braucht man erstmal keinen Yogi, Guru oder Ähnlichen.

Es macht das Leben leichter, nicht immer alles in Frage stellen zu müssen, die Zeit dafür ist oft nicht gegeben. Für gesellschaftliches Zusammenleben wichtige Mechanismen der Komplexitätsreduktion machen jedoch anfällig für Ausbeutung. Die menschliche Sehnsucht nach haltgebender Sicherheit, identitätsspendender Zugehörigkeit und angstreduzierender Vereinfachung wird bedient. Zum Nutzen sozialen Parasitentums wird Zugehörigkeit normiert, diese Normen werden religiös überhöht. Das Geschäft mit der Religiosität bzw. Spiritualität folgt immer wieder einem einfachen Rezept.

Nehmen wir diesen Kinobesuch als Denkanstoß und Anlass, Infos zu dem Thema zusammenzutragen!


1. Deutscher Kirchentag „Mensch und Tier”

Dortmund, eine 600.000 Einwohner Stadt im Osten des Ruhrgebiets, bewegt sich auf einen klerikal-animalischen Höhepunkt, Ende dieses Sommers, zu.

„Hm, was soll denn das schon wieder?“ wird sich der Ein oder Andere wundern.

Ja, in Dortmund findet am 27.–29. August 2010 der 1. Deutsche Kirchentag „Mensch und Tier“ statt.

Auch ausführlich als pdf-Datei zum Runterladen.

Jetzt freut es natürlich den humanistisch denkenden Menschen, dass auch Seitens der großen deutschen Kirchen im Sinne von Tierrechten gehandelt werden soll, aber….

In einem interessanten Artikel von Colin Goldner in der letzten Ausgabe der „MIZ“ (1/10) wird die Krux des Ganzen deutlich.

Ganz klar haben wir hier wieder einen dieser Fälle, wo versucht wird die Religion an den Zeitgeist anzupassen und ganz eindeutige Widersprüche zwischen Soll und Ist mehr oder weniger elegant weg zu interpretieren.

In seiner absolut selbstherrlichen, hochnäsig arroganten Art lässt sich der Christen-Mensch („Krone der Schöpfung“) dazu herab, die seit Jahrtausenden bedenkenlos ausgebeutete Umwelt durch die rosa Brille vermeintlich christlicher Werte zu betrachten und in einem beispiellosen Akt der „Nächstenliebe“ in seine Güte mit einzubeziehen.

Dem außen stehenden, säkular eingestellten Betrachter wird eigentlich schnell klar, dass hier nur versucht wird, auf schwindendem Boden mit allen Mitteln doch noch wieder etwas Land zurückzugewinnen.


Film: David Wants to Fly

Vom 17. – 21. Juni läuft im Kino Endstation im Bahnhof Langendreer in Bochum der Film “David Wants to Fly. Die Initiative Religionsfrei Im Revier wird sich den Film am Sonntag, den 20. Juni um 17.45 Uhr ansehen und anschließend darüber diskutieren.


Starker Anstieg der Gebühreneinnahmen

Die katholischen Kirchenmitglieder sorgen im Bistum Essen dafür, dass die Gebühreneinnahmen der Amtsgerichte stark angestiegen sind: Sie treten in wachsender Zahl aus dieser rückständigen und undemokratische Organisation aus. Missbrauchsfälle ohne Ende, dann noch die Homosexualtätsfeindlichkeit des Bischofs: Endlich reichte es den Mitgliedern.

Wie das Online-Magazin Der Westen berichtete, sind die Austritte in Essen von 78 im Februar, 161 im März auf 229 Austritten im April angestiegen.

Auch wenn immer mehr Menschen diesen Schritt gehen, öffentlich zu ihrer Konfessionsfreiheit stehen können viele immer noch nicht. Ein Tabu, hat Der Westen bei dem Versuch einer Umfrage in der Essener Fußgängerzone festgestellt: mehr… »


Zweiter religionsfreier Stammtisch in Bochum

von Jörg Schnückel
Am 28.5.2010 um 19:00 Uhr war es endlich wieder soweit, religionskritische und aufgeklärte Menschen trafen sich zu einer engagierten und konstruktiven Runde im Bahnhof Langendreer in Bochum. Da viele neue Gesichter dabei waren (die Gesamtzahl der Anwesenden betrug trotz einiger Absagen aus terminlichen Gründen ca. 25), gab es gleich zu Anfang eine erneute kurze Vorstellungsrunde.
Im Anschluss wurde in einem demokratischen Wahlverfahren ein Name für unseren Interessenkreis ermittelt: „Religionsfrei im Revier“.
Ebenfalls wurde dieser Name als Internetadresse umgehend registriert und ist auch schon in einer vorübergehenden, provisorischen Version erreichbar.
Im Weiteren bildeten sich drei Arbeitsgruppen, die sich bereit erklärten, die Entwicklung und Gestaltung des Internetauftritts zu übernehmen; die Gestaltung eines Flyer- und eines Plakatentwurfes vorzubereiten; und eine AG, die sich darum bemühen wird, Veranstaltungen zu unserem gemeinsamen Schwerpunktthema zu organisieren. mehr… »