Sonntag, 5. Februar 2012

Archives from author » heike

Die neuesten Skandale der Kirche

Eigentlich möchten die Kirchen in diesen Zeiten ja den Geburtstag ihres Chefs feiern. Aber da sie gleichzeitig Wirtschaftsbetriebe sind, müssen sie sich auch um den schnöden Mammon kümmern. Und der macht Ihnen Sorgen, auch in Nordrhein-Westfalen.

Das katholische Krankenhaus in Duisburg erhielt eine richterliche Watschen, weil sie Mitarbeiter illegal entlassen hatten. Zuvor hatte das Krankenhaus den Mitarbeitern eine Weiterbeschäftigung garantiert. Nachdem diese auf das Weihnachtsgeld verzichtet hatten. Die Schuld am Schlamassel hätte die Bank des Bistums Essen, behauptet das katholische Krankenhaus. Der Spiegel berichtete: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,799605,00.html

Die evangelische Kirche im Rheinland ist gleich in einen Betrugsskandal verwickelt. Ein Unternehmen der Kirche hatte sich verzockt und seine Bilanzen frisiert. Die Kirche muss dafür tief in die Taschen greifen, um den Schaden auszugleichen. Angeblich würden die Gemeinden nicht belastet, da das benötigte Geld aus den Rücklagen der Landeskirche entnommen würde. Nach dem Betrug also auch noch die Folgen verschleiern?  Natürlich sind es die Gemeinden, die vorher das Geld ihrer Mitglieder nicht erhielten, weil diese Rücklagen gebildet wurden. Und natürlich müssen diese Rücklagen durch Kirchensteuer (Geld der Gemeindemitglieder) wieder aufgestockt werden. WAZ und Rheinische Post berichteten:
http://www.derwesten.de/wirtschaft/rheinische-kirche-in-betrugsskandal-verwickelt-id6120209.html
http://nachrichten.rp-online.de/politik/finanzaffaere-der-rheinischen-kirche-weitet-sich-aus-1.2622298

Kein Wunder also, dass der Evangelische Kirchenkreis in Bochum die aktuell üppig fließende Einnahmen liebern bunkern möchte und gleichzeitig die Kirchengebäude schließt. Denn die Gläubigen (oder nicht mehr wirklich Gläubige) verlassen diese Kirchen lieber:
http://www.derwesten.de/staedte/bochum/ev-kirche-will-geld-lieber-bunkern-id6119645.html


Heilige Scheiße

Der Abend am Sonntag mit den Autoren von “Heilige Scheiße” - Anna Weiss und Stefan Bonner – war sehr kurzweilig. Für ihr Buch über Religion und ob wir ohne besser dran wären, haben sie gründlich unter Religiösen, Nicht-Religiösen und Esoterikern recherchiert.

Stefan Bonner begann seinen Weg mit dem eigenen Kirchenaustritt aus der evangelischen Kirche. Würde er Gründe genug finden, die ihn überzeugen, wieder einzutreten?

Hat er nicht. Stattdessen hatten sie allerlei Absurdes und Lustiges zu berichten, wobei jedoch nie der gläubige Mensch lächerlich gemacht wurde. Die Organisation Kirche wurde jedoch sehr kritisch betrachtet.

Fazit: Nicht nur das Buch ist empfehlenswert, sondern auch eine Diskussion mit den beiden, die wirklich sehr gut über Religion, Kirche und Esoterik informiert sind.

Wer die Veranstaltung bei uns verpasst hat, kann dies bei unseren Freunden vom Düsseldorfer Aufklärungsdienst nachholen. Dort sind Anne Weiss und Stefan Bonner am 30. November zu Gast.

 


Gesprächskreis laizistischer Sozis in NRW

Obwohl der Parteivorstand der SPD die Anerkennung als offziellen Arbeitskreis abgelehnt hat, haben die Laizisten in der SPD begonnen, sich bundesweit zu organisieren und Landesgruppen zu bilden. Anfang des Monats wurde in Dortmund eine Landesgruppe für NRW gegründet. Die Gruppe stellt sich mit folgender Pressemitteilung vor:

Am Samstag, den 04.06.2011, trafen sich 18 Mitglieder und Freunde der SPD in den Räumen des HVD (Humanistischer Verband Deutschland) in Dortmund, um eine nordrhein-westfälische Landesgruppe der bundesweiten Bewegung „Laizisten in der SPD“ zu gründen; es wurde beschlossen, bis auf weiteres den Namen „Gesprächskreis laizistischer Sozis in NRW“ zu führen und in enger Abstimmung mit den Gesprächskreisen anderer Länder und auf Bundesebene zusammenzuarbeiten. mehr… »


Langendreer gegen Nazis

Der Bahnhof Langendreer hat unsere Initiative gastfreundlich aufgenommen. Nun hat sich dort aus ernstem Anlass eine weitere Initiative gegründet, auf deren Anliegen ich hier aufmerksam machen möchte:

Langendreer gegen Nazis

Nach Überfällen und Bedrohungen durch Neonazis in Langendreer sehen sich immer mehr Menschen in der Verantwortung, jetzt auf dieses wachsende Problem hinzuweisen. In einem Flugblatt,  beschreiben sie, wie die neonazistische Szene versucht, sich in Langendreer und Umgebung auszubreiten und eine Stimmung der Angst und Einschüchterung zu erzeugen.

Die Religionsfreien im Revier haben sich von Anfang an von rassistischem und antisemitischen Gedankengut klar distanziert. Langendreer soll ein Ort bleiben, in dem sich jeder Mensch frei und ohne Angst bewegen kann.

Flugblatt als pdf zum Lesen, Ausdrucken und Verteilen


Evangelisches Krankenhaus in Herne behindert Mitarbeitervertretung

Die Gewerkschaft ver.di-Herne weist Zensurmaßnahmen der Geschäftsführung der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft (EvK) gegenüber der dortigen Mitarbeitervertretung (MAV) zurück. Wir dokumentieren die Pressemitteilung vom 13. Dezember 2010: mehr… »


Jahr des Kirchenaustritts ausgerufen

Unter dem Motto „Mehr Netto, mehr Freiheit, mehr Solidarität!“ rufen Organisationen der säkularen Szene zum 11.11. das Jahr des Kirchenaustritts aus. Es sei ein Mythos, dass die Kirchensteuer primär für mildtätige Zwecke eingesetzt wird. Deshalb müsse sich auch niemand wegen eines Kirchenaustritts ein schlechtes Gewissen machen lassen. Wer aus der Kirche austritt, könne nicht nur Geld sparen, sondern zugleich auch ein Zeichen gegen den staatlichen Kirchensteuereinzug und für die Trennung von Kirche und Staat setzen.

Die Kampagnenwebsites: kirchenaustrittsjahr.de und kirchensteuer.de

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Religion als Bildungsauftrag in Kitas?

Bochumer Katholikenrat will konfessionsfreie Eltern bevormunden

Am 12. November hatte sich WDR Moderatorin Catherine Vogel in der “Aktuellen Stunde” darüber mokiert, was in einer Bochumer Kindertagesstätte passiert war: “In manchen städtischen Kindergärten oder Kindertagesstätten hat man Sankt Martin gekündigt. Dort findet der Zug statt, aber eben ohne den heiligen Mann auf dem Pferd und es heißt dann Laternenfest. Dabei wollen die Kindergärten ihre religiöse Neutralität waren, so wie in einer Kita in Bochum.” Am 26. November legte der örtliche Katholikenrat nach. In einer Pressemitteilung (6-10) heißt es: “Die Katholikenratsvorsitzenden Lothar Gräfingholt und Dr. Maria Petermeier stimmt der Trend nachdenklich, dass christliche Feste keinen festen Platz mehr im gesellschaftlichen Leben haben. [...] Auch städtische Einrichtungen haben aus Sicht des Katholikenrates im Rahmen ihres Bildungsauftrages die Sorgfaltspflicht jungen Menschen zum Verstehen und Erlernen von Religion sowie Kultur ihrer Heimat beizutragen.” Als CDU-Ratsmitglied hat Gräfingholt auch eine Anfrage an die Verwaltung zu dem Thema gestellt. Die Ruhr Nachrichten nahmen das Thema auf und fragen ganz besorgt: “Laternenumzug ohne Sankt Martin? Weihnachten ohne Jesus Christus?” mehr… »


Den Seinen gibt’s der Herr vom Staat

Veranstaltung zur staatlichen Kirchenfinanzierung mit Carsten Frerk

Am 29.11.2010 klärte im Studio 108 des Bahnhofs Langendreer in Bochum Carsten Frerk über die staatliche Finanzierung der Kirchen und kirchlicher Arbeit und Einrichtungen auf. Eingeladen hatten der IBKA e.V., der auch mit einem Bücherstand vertreten war und der Bahnhof Langendreer (Ankündigung siehe unten).

Frerk las dabei nicht aus seinem neuen Buch “Violettbuch Kirchenfinanzen”; dabei hätte nur ein kleiner Bereich der umfangreichen Subventionen und Geldflüsse herausgepickt werden können. Stattdessen schaffte Frerk es, einen Umriss der wichtigsten Punkte und die entsprechenden Beträge dem Publikum kurzweilig näher zu bringen. Dabei bezog er das Publikum immer wieder ein, indem diese die jeweiligen Zahlen schätzen sollten. mehr… »