Freitag, 18. Mai 2012

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Pressemitteilung Februar 2012

Sind Christsein und „Vermittelbarkeit“ Voraussetzungen fürs Amt des Bundespräsidenten?

Unser kommender Bundespräsident sollte ein Präsident für alle Bundesbürger sein. „Religionsfrei im Revier“ (RiR) erwartet, dass der „Neue“ nicht nur ein Präsident für Christen, Juden und Moslems ist (siehe Wulffs Rede) sondern auch für nicht religiöse und konfessionsfreie Bürger eintritt.

Bernd Tamm von der Initiative “Religionsfrei im Revier” (RiR) sagt dazu: “Ich hoffe, dass die von Wulffs fehlendem Unrechtsbewusstsein verursachte Beschädigung unseres höchsten Staatsamtes schnell wieder repariert, die demokratische Kultur unseres Landes bestätigt und gefestigt werden kann. mehr… »


Die Christliche Rechte

Castrop-Rauxel. In der Kulturkneipe „Bahía de Cochinos“ gab der freie Journalist und Sozialwissenschaftler Jörg Kronauer in seinem Vortrag über die „christliche Rechte“ einen Überblick über den christlichen Fundamentalismus in Deutschland. Kronauer gehört dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland an. Das engagiert geführte soziokulturelle Zentrum startete damit eine neue Vortragsreihe zu politisch relavanten Themen.

Mit Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI. und seinem Vorgänger Johannes Paul II. drehen die erzkonservativen, faschistisch-rechten Kräfte des Katholizismus und ihre Organisationen Opus Dei und die Piusbruderschaft ja schon länger wieder das katholische Rad erfolgreich hinter das 2. Vatikanische Konzil zurück.
Kronauer zeigte die Kölner Gemeinde St. Panthaleon, die Hauskirche des Opus Dei und einzige Gemeinde, der Ratzinger bei seinem Kölnbesuch 2005 seine Aufwartung machte.

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Religion in pluraler Gesellschaft

DORTMUND. (hpd) „Glaubt was Ihr wollt, aber mischt Euch nicht ein?! – Zum Auftrag der Religionen in einer pluralen Gesellschaft“. Unter diesem Motto lud das Amt für missionarische Dienste der Evangelischen Kirche in Westfalen am vergangenen Montag zum 3. Studientag „Mission und Dialog“ im Haus landeskirchlicher Dienste in Dortmund.

Mission war allerdings nicht angesagt, sondern Dialog: Die muslimische Sozialwissenschaftlerin Gabriele Boos-Niazy, der Agnostiker und evolutionäre Humanist Dr. Michael Schmidt-Salomon sowie der evangelische Theologe Rolf Krebs waren als Referenten geladen. mehr…

 


Braucht die Gesellschaft Religion?

Podiumsdiskussion 18.1.2012
Katholische Hochschulgemeinde

Irlenborn, Münch, Lammers

Foto: Gunnar Teriet

In Kooperation ist der ESG (Ev. Studiengemeinde)

Podium: Bernd Irlenborn, Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn
MIZ Redakteur Christoph Lammers
Moderation: Esther Münch

Trotz eines kalten, regnerischen Abends nahmen ca. 50 Leute an dieser Podiumsdiskussion teil. Der ursprünglich geplante Moderator, Journalist Jochen Markett konnte nicht teilnehmen, dafür konnte Frau Esther Münch kurzfristig einspringen.

Prof. Irlenborn begann mit der Präsentation seiner These. Dazu verteilte er vorerst eine Synopsis seiner Ausgangsthesen. Dies fand ich sehr hilfreich.
Prof. Dr. Dr. Irlenborn stellte sich zunächst vor:  Inhaber des Lehrstuhls für Philosophiegeschichte und Theologische Propädeutik* der Theologischen Fakultät Paderborn. Gleich danach nannte er verschiedene Statistiken, wie z.B., dass 84% der westlichen Bevölkerung Deutschlands einer Religion angehören, während dies nur 26% im östlichen Teil sind (uns Atheisten liegen da ganz andere Statistiken vor…).  Es war mein Eindruck während des ganzen Abends, dass Prof. Irlenborn sehr dem Philosophen Herbert Schnädelbach (bekannt als der “fromme Atheist” – wenn das kein Oxymoron ist!) zugetan ist, zumal er auch sehr oft von dem Wort  “Vernunftbezug “ Gebrauch machte. Verschiedene Aussagen wie z.B. “ Unglaube ist Denkmal eines Verlustes” – oder, sinngemäß, die Unterdrückung der Gläubigen schneidet alles Gute in der Gesellschaft ab und endet in verbreiteter Menschenverachtung, fand ich schon sehr beachtlich. Weiterhin stellte er die Frage in den Raum, auf welcher weltanschaulichen Basis der Atheismus denn funktionieren sollte und wohin dieser (Atheismus) im letzten Ziel hinführen würde?  Ich empfand diese  Frage als regelrechte Drohung für eine vermeintliche Verrohung der Menschheit ohne Religion.

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Atheisten auf dem Kreuzzug

Dieser Text entstand als Erwiderung auf ein Exemplar der Zeitschrift „Erwachet“ aus dem November 2010. „Erwachet“ ist eine Veröffentlichung der Zeugen Jehovas. Sie wurde mir von einem freundlichen Arbeitskollegen überreicht, der dieser Glaubensgemeinschaft angehört. Ich habe den folgenden Text ursprünglich verfasst, um diesem Kollegen meinen Standpunkt zu erklären. Der Artikel aus „Erwachet“ kann hier gelesen werden: Erwachet1110 (komplettes Exemplar)

Atheisten auf dem Kreuzzug

Atheisten sind keine geschlossene Gruppe. Gesellschaftlich gesehen, gibt es Menschen, die ihr Leben oder Teile davon nach der Vorstellung eines existierenden Gottes ausrichten und Menschen, die dies nicht tun. Letztere wären dann die Atheisten, wenn man das Spektrum grob vereinfacht betrachtet.

Die gesellschaftliche Wirklichkeit sieht in Deutschland eher so aus, dass die meisten erwachsenen Menschen sich erst dann mit Gott beschäftigen, wenn sie in eine ungewohnte und meist bedrohliche Situation geraten. Die wenigsten Deutschen, auch wenn sie sich als Christen bezeichnen, üben alle Riten aus und halten sich an alle Regeln, die die Religion von ihnen verlangt.

Bei Betrachtungen zum Thema Religion ist es noch wichtiger als sonst, die Begriffe genau auseinander zu halten. Unterscheide Glaube, Religion, Kirche, Atheist, Agnostiker. mehr… »


Bibelflut an der Ruhr-Universität Bochum

Am heutigen Morgen fiel mir auf der Universitätsbrücke an der Ruhr-Uni in Bochum eine Reihe älterer, gepflegter Herren auf. Denjenigen, die sich nicht mit der Örtlichkeit auskennen, sei gesagt, dass die Universitätsbrücke zu Stoßzeiten im Minutentakt von z.T. hunderten Studenten in wenigen Minuten überquert wird – denjenigen nämlich, die mit der U35 zur Uni fahren. Mit lächelndem Gesicht hielt jeder der schätzungsweise 5-6 oben genannten Herren jedem ein kleines marineblau eingebundenes Büchlein unter die Nase, die Bibel bzw. das Neue Testament. Nachschub kam von diversen im Hintergrund aufgebauten Kartonstapeln.

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